Louis-Marie La Révellière-Lépeaux

Louis-Marie La Révellière-LépeauxRévellière hasste die katholische Kirche. Und das nicht ohne Grund: Als Kind wurde er von einem Priester erzogen, der ihn brutal misshandelte. Die Schläge des Geistlichen hinterließen bei Révellière einen Buckel. So war er für den Rest seines Lebens als ein Opfer der kirchlichen Macht gekennzeichnet. Révellière wurde Politiker. Er war im Konvent auf der Seite der Girondisten und musste in der Hochphase des Terrors untertauchen. Zurückgekehrt, wurde er 1795 ins Direktorium gewählt, wo er zunächst mit Widerwillen den Versuch einer Annäherung der Republik an Rom mittrug. Der Staatsstreich vom 18. Fructidor gab ihm eine neue Chance. Er versuchte die Religion der Theopilanthropie in Frankreich einzuführen – als Ersatz für den Katholizismus. Doch er hatte mit diesem Vorhaben ebensowenig Erfolg wie Robespierre mit seinem Kult des Höchsten Wesens. Am Ende verbot Napoleon die theophilanthropischen Andachten. Nachdem Révellière zum Rücktritt aus dem Direktorium gezwungen wurde, zog er sich für den Rest seines Lebens aus der Politik zurück.

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1753 - 1824

Louis-Marie La Révellière-Lépeaux wurde 70 Jahre alt.
Unterschrift von Louis-Marie La Révellière-Lépeaux

Zitate

Wenn man einen Kult abgeschafft hat, muss man ihn immer durch einen anderen ersetzen.
Révellière über den Katholizismus

Jesus Christus wurde gekreuzigt und ist auferstanden, um seine Religion zu begründen. Sie hätten versuchen sollen, es ebenso zu machen.
Talleyrand zu La Révellière-Lépeaux, Mai 1797.

Der beste und standhafteste Republikaner jener Zeit.
Jules Michelet über La Révellière-Lépeaux, 1871

Le Moniteur

9. Dezember 1798



Theophilanthropische Taufe, 1798

Externe Links