Maximum

MaximumDie Maximum-Gesetze schrieben Höchstpreise für Brot, Getreide, Öl, Kerzen, Feuerholz und andere Güter des täglichen Bedarfs vor. Sie waren der Versuch, die Revolution durch Brot zu stabilisieren. Denn wer in Paris kein Brot bekam, verdächtigte nicht nur den Bäcker, sondern zweifelte auch an der Republik. Die Maßnahmen für die zwangsweise Preisstabilisierung gehörten zur sozialen Notgesetzgebung des Nationalkonvents. Die Ziele: Versorgung sichern, Preise drücken, Spekulation bekämpfen. Doch die massiven Eingriffe in die freie Wirtschaft hatten kontraproduktive Folgen. Bauern und Händler mussten Waren teilweise ohne Aussicht auf Gewinn liefern. Vorräte verschwanden, der Schwarzmarkt wuchs. Der Hunger wurde teilweise noch größer. Und die zeitgleiche Begrenzung der Löhne führte dazu, dass sich die Arbeiter von den Montagnards abwendeten. Nach dem Sturz Robespierres wurde das Maximum aufgehoben.

1793 - 1794

Zitate

Wenn das Volk kein Brot hat, soll es doch Kuchen essen.
Fälschlicherweise Marie Antoinette zugeschriebener Ausspruch

Nieder mit dem Maximum!
Rufe von Pariser Arbeitern, als Robespierre zur Guillotine gefahren wurde

Brot und die Verfassung von 1793!
Forderung der Pariser Sansculotten beim Prairialaufstand 1795.

Le Moniteur

1. Oktober 1793



Pariserinnen stehen Schlange vor einer Bäckerei, 1794

Externe Links