Jakobiner

JakobinerDer Jakobinerklub war eigentlich ein bloßer Debattierklub, der aber zur Zeit der Schreckensherrschaft große Bedeutung hatte. Der Name leitete sich von seinem Tagungsort ab, dem ehemaligen Kloster Sankt Jakob. Die Mitglieder des Pariser Klubs waren oft auch Abgeordnete des Nationalkonvents. Robespierre nutzte den Klub zur Durchsetzung seiner politischen Ideen und Verfolgung seiner Feinde. Ein Ausschluss aus den Jakobinern zog oft Verhaftung und Hinrichtung nach sich. Kurz nach Robespierres Tod wurde der Jakobinerklub von den Thermidorianern geschlossen. Am Ende des Direktoriums erlebten die Jakobiner noch einmal eine kurze Zeit der Blüte. Seine Mitglieder versuchten sich in revolutionärer Rhetorik zu übertreffen. Doch es blieb bei großen Worten. Sie leisteten keinen Widerstand, als der Klub 1799 endgültig geschlossen wurde. Der Begriff Jakobiner wird oft auch als Bezeichnung für die Anhänger Robespierres verwendet.
JK

1789 - 1799

Zitate

Die Jakobiner haben dem Vaterland große Dienste erwiesen, und sie sind berufen, ihm noch größere zu leisten.
Couthon, Präsident des Nationalkonvents, 22. Dezember 1793

Nun, was gibt es Neues bei den Jakobinern?
Zynische Frage von Saint-Just an Collot und Billaud, als diese in der Nacht vom 8. zum 9. Thermidor vom Jakobinerklub in den Wohlfahrtsausschuss zurückkehren – Billaud und Collot waren dort beschimpft und mit der Hinrichtung bedroht worden.

Der Ausruf 'Nieder mit den Jakobinern!' ist das Gleiche wie 'Es lebe der König!'
Garrau, Abgeordneter im Rat der Fünfhundert, 14. September 1799.

Le Moniteur

Quartidi, 4 Nivôse, l'an 2 de la République Française une et indivisible
(24. Dezember 1793)



Emblem des Jakobinerklubs

Externe Links